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Specialstory:

Sie rennt. Sie rennt durch einen dunklen Gang. Weg. Weg von dem was gerade geschehen ist. Die Hände und die Kleidung blutverschmiert. Die Haare zersaust. Verzweifelt. Schneller. Immer schneller läuft sie, versucht das Geschehene abzuschütteln, doch es klebt an ihr. Es klettert an ihr hoch, setzt auf ihre Schulter, macht ihr das Atmen schwer und flüstert ihr leise zu. Es ist deine Schuld.. Du hat es nicht geschafft ihn zu retten und jetzt.. Ja jetzt, kann er nicht mehr gerettet werden. Von niemanden. Nur wegen dir. "NEIN!", schreit sie. "Nein..." Sie steigert ihr Tempo. Raus. Raus aus diesem Gebäude, einfach raus. Doch der Gang scheint kein Ende zu nehmen. Ihre hastigen Schritte hallen auf dem Boden wieder. Zu laut. Viel zu laut. Sie kommen ihr vor wie seine Schreie, die sie gerade noch gehört hat. Sie stolpert. Fällt hin. Ihr fehlt die Kraft um aufzustehen, stattdessen sackt sie in sich zusammen. Schluchzer durchfahren ihren Körper. Tränen der Verzweiflung fließen, tropfen auf den Boden. Ich konnte ihn nicht retten.. Meinen besten Freund.. Raus. Sie muss raus. Sofort. Sie versucht aufzustehen, versucht sich an der Wand hoch zuziehen. Ihr Hände hinterlassen blutige Spuren an der Wand. Es ist sein Blut. Die Wand ist glatt, sie schafft es nicht aufzustehen und weiter zu laufen. Aber sie muss raus. Das Blut wegspülen.. und.. und das Geschehene, das immer noch unerbärmlich an ihr klebt. Sie krabbelt weiter. Hastig robbt sie den den scheinbar endlosen Gang entlang. Es muss eine Tür geben. Und tatsächlich in weiter Ferne ist eine Tür. Sie krabbelt immer schneller. Ihr Ziel vor Augen. Nur noch ein paar Meter. Endlich erreicht sie die Tür, zieht sich am Türgriff hoch. Sie steht. Drückt die Klinge runter. Doch die Türe klemmt. Verzweifelt rüttelt sie daran, stößt einen verzweifelten Schrei aus. Rüttelt immer stärker daran. Sie muss raus. Ihr Kräfte verlassen sie. Hilflos lehnt sie sich an die Tür. Gibt auf. Doch plötzlich öffnet sich die Tür. Nicht darauf vorbereitet fällt sie. Sie fällt mit der Tür in den nächsten Raum. Doch hinter der Tür ist kein Raum. Hinter der Tür ist nichts. Nichts als ein tiefer Abgrund. Sie fällt. Immer weiter und tiefer. Und schneller. Sie weiß, was passieren wird, wenn sie aufkommt. Dort sind keine weichen Kissen, die sie retten.. Jetzt kann auch sie nicht mehr gerettet werden. Sie schließt die Augen. Gibt sich ihrem Schicksal hin.  Das ist also mein Ende.

Erschrocken und nass geschwitzt fährt sie hoch. Kein Blut an ihren Händen und der Kleidung. Nur ein Traum. Ein schrecklicher Albtraum. Erleichtert lässt sie sich zurück in die weichen Kissen fallen.